Actieplan – Ben Dardha

Arben Dardha     06.05.2026    1

Verantwortliche Titelspieler und internationale Entsendungen

Zielsetzungen

Dieser Aktionsplan stützt sich auf sechs konkrete Ziele:

  • die Auswahl- und Entsendungsverfahren transparenter zu gestalten;
  • die Kosten von Entsendungen im Vorfeld klar zu kalkulieren und im Nachhinein korrekt zu dokumentieren;
  • Spieler und Begleitpersonen vor, während und nach internationalen Veranstaltungen besser zu unterstützen;
  • die Interessen der Titelspieler innerhalb des Verbandes strukturell zu vertreten;
  • einen nachhaltigen Trainingsbetrieb für die Elite und die erweiterte Spitze aufzubauen;
  • Toptalente frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu fördern.

Dieser Ansatz steht im Einklang mit den allgemeinen Grundsätzen einer guten Sportführung, bei der Transparenz, klare Verantwortlichkeiten, konsequente Kommunikation und der Schutz der Schachspieler im Mittelpunkt stehen.

1. Transparenz und Kommunikation

Für alle internationalen Entsendungen wird eine feste Informationsarchitektur eingeführt. Auf der Website des KBSB wird pro Veranstaltung eine Übersichtsseite mit dem Auswahlverfahren, dem Anmeldeformular, den Fristen, der Kontaktperson und praktischen Informationen eingerichtet.

Zudem wird ein fester Kommunikationsrhythmus eingeführt:

  • Veröffentlichung des Aufrufs zur Einreichung von Bewerbungen;
  • Eingangsbestätigung;
  • begründete Auswahl oder Nicht-Auswahl;
  • praktisches Briefing für die ausgewählten Teilnehmer;
  • finanzielle Abrechnung nach Abschluss der Veranstaltung.

Dadurch wird vermieden, dass Spieler auf informelle Kommunikation oder verspätete Informationen angewiesen sind.

2. Registrierung von Spielern

Es wird ein zentrales Registrierungssystem für internationale Entsendungen aufgebaut. Das Ziel ist zweierlei: administrative Fehler zu vermeiden und Auswahlprozesse schneller und korrekter abzuwickeln.

3. Berechnung und Überwachung der Kosten

Für jede internationale Entsendung wird ein Standard-Budgetmodell verwendet. Dieses Modell umfasst mindestens:

  • Anmeldegebühr;
  • Unterkunft;
  • Anreise;
  • lokaler Transport;
  • Betreuung;
  • Bekleidung;
  • Versicherung;
  • Verwaltungskosten;
  • eventueller Eigenbeitrag des Spielers.

Das Turnierreglement stellt klar, welche Kosten vom Verband und welche vom Spieler zu tragen sind. Dies schafft Vorhersehbarkeit für Spieler und Familien und ermöglicht gleichzeitig eine bessere interne Budgetverwaltung. Finanzielle Transparenz ist unerlässlich, und der belgische Schachverband darf bei internationalen Entsendungen selbstverständlich keinen Gewinn anstreben.

4. Betreuung der Spieler

Eine Entsendung endet nicht mit der Auswahl. Für jede internationale Meisterschaft wird ein Mindestrahmen für die Betreuung festgelegt:

  • eine verantwortliche Kontaktperson seitens des Verbandes;
  • ein Briefing vor der Abreise mit praktischen Absprachen;
  • ein klarer Verhaltenskodex und ein Eskalationsverfahren;
  • Absprachen über Coaching, Kommunikation und Notfälle;
  • eine kurze Evaluierung nach der Rückkehr.

5. Interessenvertretung der Titelspieler

Titelspieler sind nicht nur sportliche Aushängeschilder, sondern auch wichtige strategische Partner für den Verband. Daher sind regelmäßige Feedback-Termine mit GMs, IMs, WGMs, WIMs und anderen relevanten Topspielern vorgesehen. In diesen Beratungsgesprächen werden unter anderem Normenchancen, Turnierunterstützung, Trainingsbedarf, Terminkonflikte und die internationale Vertretung thematisiert.

Zusätzlich wird ein formaler Interessenrahmen auf Basis von drei Prinzipien ausgearbeitet:

  • gleicher Zugang zu Informationen;
  • objektive und begründbare Entscheidungen;
  • konsequente und faire Anwendung der Reglements.

Das KBSB-Reglement sieht bereits Ausnahmemöglichkeiten und begründbare Entscheidungen vor; dieser Aktionspunkt soll sicherstellen, dass diese Verfahren auch vorhersehbar und fair angewendet werden.

6. Unterstützung von Toptalenten

Es wird ein jährliches Trainingsprogramm ausgearbeitet. Für die vielversprechendsten Jugendlichen wird ein Talentprogramm mit objektiven Aufnahmekriterien, jährlicher Evaluierung und maßgeschneiderter Unterstützung eingerichtet.

Dieses Programm kann unter anderem bestehen aus:

  • begrenzten Zuschüssen zu Turnierkosten;
  • Zugang zu Trainingstagen;
  • Betreuung bei Normenchancen;
  • Sparringsmöglichkeiten mit starken Spielern;
  • Verfolgung der internationalen Entwicklung.

Das letztendliche Ziel ist nicht nur ein kurzfristiges Ergebnis, sondern auch ein nachhaltiger Übergang auf das höchste nationale Niveau.

Erfolgsindikatoren

Die Arbeit kann jährlich anhand klarer Indikatoren bewertet werden:

  • Prozentsatz der Entsendungen mit rechtzeitiger Veröffentlichung von Kriterien und Fristen;
  • Abweichung zwischen kalkulierten und tatsächlichen Kosten;
  • Zufriedenheit der Spieler und Begleitpersonen;
  • Anzahl der organisierten Trainingseinheiten;
  • Anzahl der unterstützten Toptalente;
  • Anzahl der Streitfälle oder Beschwerden über verspätete oder unklare Kommunikation.

Schlusswort

Eine starke Politik für Titelspieler und internationale Entsendungen erfordert mehr als nur die Auswahl. Sie verlangt vorhersehbare Verfahren, eine korrekte Registrierung, faire finanzielle Absprachen, eine solide Betreuung, aktive Interessenvertretung und eine klare Entwicklungslinie für Talente. Durch den systematischen Ausbau dieser Elemente kann der KBSB gleichzeitig professioneller, transparenter und attraktiver für seine stärksten Spieler und zukünftigen Talente werden.

Baete Guy
10.05.2026 - 23:08

Kan dit geld niet beter besteed worden om buitenlandse GM en IM naar België te laten komen. En deze te laten spelen in Belgische tornooien?
Eventueel in gesloten experten groepen.
Of is dit veel duurder?

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