Aktionsplan 2026 – Jorian Burssens

Jorian Burssens     08.09.2026    13

Als (neuer) Rating-Beauftragter und Leiter der allgemeinen IT, teilweise verantwortlich für die Datenbank des Verbandes, die Rating-Systeme und die gesamte digitale Infrastruktur (da die Interclubs unter eigener dedizierter Verwaltung und IT operieren), sehe ich sowohl immense Chancen als auch eine kritische Realitätsprüfung, während wir uns dem Ende des Jahres 2026 nähern.

Seien wir ehrlich: Seit Jahren hinkt unser Verband technologisch hinterher. (Eine der jüngsten massiven Verbesserungen ist unser neues System zur Mitgliederanmeldung). Bevor wir die Zukunft gestalten können, müssen wir uns dem Erbe direkt stellen: den Rückstand aufarbeiten, historische Daten bereinigen und unsere Systeme ordnungsgemäß dokumentieren. Die KSB beschäftigt keine zwanzig Vollzeitmitarbeiter (wie es einige andere größere Verbände tun); wir leben von der Energie engagierter Freiwilliger und Funktionäre. Wenn unsere Schachgemeinschaft florieren soll, muss unsere Technologie die Last tragen und sie nicht noch erhöhen.

Hier ist, was bisher erreicht wurde, und der Plan für das, was dieses Jahr bringen wird.

Ergebnisse zuerst; Wiederaufbau der Grundlage & der Datenplattform

Echter IT-Fortschritt wird daran gemessen, was in der Produktion funktioniert, nicht an Versprechungen auf dem Papier. In der vergangenen Zeit haben wir uns auf die Überarbeitung unserer Kerninfrastruktur und den Aufbau der neuen Datenplattform konzentriert:

Schneller aktualisierte Spielerdatenbank: Die für die Paarungssoftware (Swar und andere Paarungssoftware) wichtigen Spieler- und FIDE-Datendateien werden jetzt alle 1 bis 4 Stunden automatisch neu generiert und aktualisiert. Dies geschah früher etwa wöchentlich durch manuelle Arbeit. Nun müssen sich Schiedsrichter und Organisatoren keine Sorgen mehr über fehlende Spieler ohne ID oder veraltete FIDE-Elo machen.

Zentraler Datenbankmanager & private Elo-API: Entwicklung des Backend-Datenbankmanagers zusammen mit einer dedizierten privaten Elo-API (zukünftig möglicherweise öffentlich), die die moderne Spieleransicht und Echtzeit-Rating-Abfragen direkt unterstützt.

Kontinuierliche FIDE-Integritätsprüfungen: Implementierung automatisierter Audit-Pipelines, die unsere nationale Datenbank aktiv mit den Master-Datensätzen der FIDE abgleichen. Dadurch haben wir bereits über 250 historische Datenbank-Diskrepanzen (konfligierende FIDE-IDs, Namenskonflikte und doppelte Profile) entdeckt und behoben.

Weitgehend automatisierte Turnierhomologationen: Beschleunigung der Homologationsbearbeitung durch automatisierte Validierungsprüfungen, integrierte Mailings und automatisierte Benachrichtigungen an Organisatoren. Es stellt sich heraus, dass Computer bemerkenswert gut darin sind, repetitive Mathematik zu erledigen, ohne sich zu langweilen, zu ermüden oder sich über Wochenendarbeit zu beschweren. Bisher wurden 95 % der manuellen Arbeit eliminiert.

Bewahrung unserer Geschichte (Das Elo-Archiv): Ein dreiwöchiges Höllenprojekt, um dem Erbe all jener Respekt zu zollen, die über drei Jahrzehnte Teil der KSB waren. Die Daten lagen in allen möglichen Formaten vor, einschließlich manuell erstellter PDFs (denn nichts schreit so sehr nach ‚zuverlässiger Datenbank‘ wie das Speichern tabellarischer Zahlen in einem digitalen Bild eines Stücks Papier). Nach der Behebung zahlreicher Fehler hoffen wir nun, ein vollständiges und korrektes Bild bis zurück ins Jahr 1989 zu haben. (Jemand vor Jahrzehnten hatte anscheinend entschieden, dass das Recyceln von ID-Nummern eine brillante Platzersparnis war, was einmal mehr beweist, dass Menschen gerne drei unmögliche zukünftige Probleme schaffen, nur um ein einfaches Problem heute nicht lösen zu müssen.) Leider sind einige Turniernamen auf dem Weg verloren gegangen, da diese Original-PDFs einfach nicht auffindbar sind, aber die historischen Ratings selbst sind endlich gesichert.

Bessere Implementierung von G-Lizenzen: Integration des G-Lizenz-Frameworks direkt in unsere zentrale Datenbankstruktur, wodurch die Aufnahme von Gelegenheits- und Schul-/Jugendmitgliedern für Vereine nahtlos wird. (Mehr Optionen, weniger gespeicherte Daten). Sie erfordern immer noch eine manuelle Genehmigung, aber diese erfolgt im Durchschnitt in weniger als 48 Stunden. Oft viel schneller.

Die FIDE-Turnierregistrierungspipeline: Einführung des neuen standardisierten Registrierungsformulars. Dies ist die erste wichtige Komponente eines End-to-End-Workflows für die Verwaltung von FIDE-gewerteten Turnieren, die direkt in meine Rolle als Rating-Beauftragter fällt.

Thema 2: Die Automatisierungsphilosophie & der Abbau technischer Schulden

Warum brauchen wir so viel Automatisierung?

Weil die Zeit der Freiwilligen die seltenste Ressource unseres Verbandes ist. Jede Stunde, die ein Vorstandsmitglied damit verbringt, Rating-Daten manuell zu kopieren und einzufügen oder Mitgliederlisten abzugleichen, ist eine Stunde, die für die Organisation von Turnieren, die Jugendarbeit oder andere produktive Tätigkeiten verloren geht.

Wir brauchen immer noch Menschen: Routinemäßige Datentransformationen, Synchronisierungsaufgaben, Plausibilitätsprüfungen und Formatvalidierungen gehören in automatisierten Code. Menschliches Eingreifen sollte streng auf das beschränkt sein, was tatsächlich menschliches Urteilsvermögen erfordert: Validierung, Überarbeitungen, Grenzfälle und Aufsicht.

Open Source & Verbandseigentum: Alles, was entwickelt wird, ist vollständig Open Source oder wird unter der Elastic 2.0 Lizenz veröffentlicht. Alle Codes und Plattformen können von unserer Gemeinschaft genutzt werden, während sie volles Eigentum der KSB bleiben. Keine Herstellerbindung (zumindest von meiner Seite), keine geschlossenen Black Boxes.

Interne Dokumentation als langfristiger Wert: Eine einzelne Person, die alle technischen Schlüssel besitzt, ist eine strukturelle Schwachstelle für jede Freiwilligenorganisation. Eine rigorose interne Dokumentation bleibt eine interne Angelegenheit und wird am ersten Tag keinen sofort sichtbaren „Fortschritt“ zeigen, aber sie ist das wertvollste langfristige Gut, das wir aufbauen können. Sie sichert die Nachhaltigkeit, eliminiert technische Schulden und garantiert, dass zukünftiger Fortschritt tatsächlich möglich ist.

Thema 3: Die Roadmap – Ende 2026 & Ausblick

Nachdem die Grundlage bereinigt und stabilisiert wurde, konzentriert sich die Roadmap für den Rest des Jahres 2026 und bis ins Jahr 2027 auf drei wichtige Meilensteine:

Vervollständigung des FIDE-Workflows: Bis Ende dieses Jahres planen wir, diesen umfassenden Workflow für FIDE-gewertete Turniere abzuschließen. Vom anfänglichen öffentlichen Turnierregistrierungsformular über interne Validierungen, FIDE-Einreichungen bis hin zur endgültigen Rating-Homologation wird der Prozess transparent, nachvollziehbar und automatisiert.

Modernisierung des Swar-Ergebnisservers: Bis Ende 2026 wird der derzeitige, in die Jahre gekommene Server, der Swar-Ergebnisse hostet, auf ein viel neueres, zuverlässigeres System migriert. Swar-Ergebnisse werden selbstverständlich weiterhin existieren (in dieser oder einer anderen Form), unterstützt durch modernes Hosting und Stabilität.

Ein offenes Turnier- & Ergebnis-Ökosystem: Mit Blick auf die Zukunft arbeiten wir an einem neuen öffentlichen Turnierregistrierungssystem und Ergebnisserver, der von jeder Paarungssoftware genutzt werden kann. Ob ein Organisator Swar, Sevilla, Swiss-Manager oder eine andere moderne Paarungssoftware wählt, unsere Verbandsplattform sollte für alle zugänglich sein.

Was wird benötigt?

Wir brauchen kein riesiges kommerzielles Budget. (Interessante Tatsache: Das Gesamtbudget, das bisher für diese zuvor genannten Dinge ausgegeben wurde, beträgt weniger als der Wert von 3 Kaffees. Es stellt sich heraus, dass man keine teuren Beratungsausschüsse und fünfstellige Softwarelizenzen braucht, um Dinge zu reparieren; man braucht nur jemanden, der aufhört, über das Problem zu reden, und den Code schreibt.) Was wir jetzt am meisten brauchen, ist Feedback, Ideen und Anmerkungen aus der Gemeinschaft. Alles, was uns eine klarere Vorstellung davon gibt, was die belgische Schachwelt wirklich braucht, hilft uns, die richtigen Werkzeuge für Organisatoren, Schiedsrichter und Spieler gleichermaßen zu priorisieren.


Jeder redet gerne über die glorreiche Zukunft, denn der Blick auf die Gegenwart erfordert den Umgang mit zwanzig Jahren Klebeband und Wunschdenken. Wir holen auf, und bevor wir Luftschlösser bauen, muss jemand sicherstellen, dass der Boden unter unseren Füßen nicht gleich zusammenbricht.

-Jorian Burssens

Für die KSB

Cornil Etienne
14.09.2026 - 17:26
« Quelqu’un, il y a des décennies, a apparemment décidé que recycler des numéros d’ID était une brillante économie d’espace, prouvant une fois de plus que l’on créera volontiers trois problèmes futurs impossibles pour éviter d’en résoudre un simple aujourd’hui.« 

Effectivement, ça a toujours été un mystère de savoir pourquoi un numéro de matricule pouvait être, lorsque le joueur était décédé ou était inactif depuis plusieurs années, être réutilisé. Cela a donné parfois les situations bien curieuses.

Sans doute que le numéro de matricule a été stocké sur un champ numérique, qui ne pouvait pas compter trop de numéros.

Bravo pour l’exposé que tu as fait.

Un gros souci actuellement est le programme SWAR.

Nous devions l’utiliser la semaine passée pour organiser un tournoi de parties rapides. Notre arbitre FIDEs’ devait réaliser les appariements , et ça s’est planté immédiatement.
Heureusement, nous avions un autre ordinateur. Nous avons dû ré encoder tous les joueurs présents. Et croiser les doigts pour que le programme accepte de faire les appariement. Ce qu’il a bien voulu faire.

Nous avons également un second arbitre Fidés, qui, depuis des mois, ne peut plus faire le moindre appariement avec ce programme.

Les fonctionnalités du programme sont excellentes.

Mais les chances de le faire fonctionner sont parfois extrêmement réduites. Et les messages affichés ne permettent pas de comprendre ce qui se passe.

Ça devrait être une des priorités que de fournir un programme qui fonctionne correctement.

Un petit mot aussi pour remercier tout le travail qui était abattu pendant des années par Daniel Halleux. C’est grâce à lui que nous avons pu encoder en ligne les inscriptions de nouveaux joueurs, consulter les joueurs présents dans un cercle et bien d’autres choses.

Antworten
Jorian Burssens
14.09.2026 - 17:50
Les numéros d’identification nationaux comportaient 5 chiffres ; en théorie, nous pouvions donc en attribuer 99 999, soit près de 100 000. Il ne s’agissait donc pas d’une véritable pénurie. Simplement, lors de la réattribution, on ne vérifiait pas si le numéro avait déjà été utilisé…

Ce que je peux dire à propos de Swar, c’est qu’il existe des alternatives, gratuites ou non, qui sont tout aussi performantes, voire qui offrent bien plus de fonctionnalités. Elles sont parfois aussi plus difficiles à utiliser. (Je pense notamment à Swiss-Manager, ChessManager, OpenPairings, etc.) Swiss-Manager est le logiciel que je continuerai à utiliser pour les tournois internationaux. À un moment donné, nous devons nous poser la question suivante : est-ce une bonne idée, en tant que pays, de créer un programme de pairings au sort ? Surtout maintenant qu’il n’y a plus d’Elo national.
Amicalement,
Jorian

Antworten
Cornil Etienne
14.09.2026 - 18:49
„Simplement, lors de la réattribution, on ne vérifiait pas si le numéro avait déjà été utilisé…“.
Non : il y a un contrôle.

Il fallait que le numéro de matricule ne soit plus actif depuis un certain nombre d’années.

Mais parfois un joueur quittait les Cercle d’échecs puis revenait à la compétition après des dizaines d’années.

Notons qu’il ne faut pas croire que ceci était uniquement un problème de matricules belges.

Nous connaissons des joueurs qui ont reçu deux matricules FIDE différents. Une fois en Belgique. Puis un autre en France. Le joueur ayant d’abord joué en Belgique. Puis il est parti en France. Et il s’est inscrit dans un club français qui n’a pas „vu“ que le joueur avait déjà un matricule FIDE.

Autre cocasserie : il arrive qu’un joueur qui n’a jamais arrêté de jouer se retrouve avec deux matricules de la FRBE.
Exemple : notre président Denis Luminet qui a le matricule 9245 (depuis toujours et sans la moindre interruption) mais aussi le matricule 97579 ! Pendant une courte période, les deux ont été actifs. Of course par erreur.

En fait quasi tous les cas de figure ont été rencontrés au fil du temps.

Antworten
CORNIL Etienne
14.09.2026 - 18:54
Il faut voir si les autres programmes sont capables de communiquer, d’envoyer les résultats vers la FRBE.
Et si la licence est gratuite.

Et s’ils peuvent supporter, par exemple, des tournois américains, des tournois par catégorie, …

SWAR propose de nombreuses possibilités.

Mais il est hautement instable quant aux chances de le faire fonctionner avec certitude.

A l’heure où je vous parle, les deux arbitres FIDE du CREB ne peuvent plus réaliser le moindre appariement avec SWAR sur leur PC. Avec la toute dernière version installée.
Ce samedi, l’arbitre FIDE devra me téléphoner pendant les Interclubs de la Ligue de Bruxelles pour que je fasse les appariements sur mon PC qui lui arrive encore à apparier.

SWAR est un outil exceptionnel. Mais une catastrophe dans la manière d’avoir un environnement qui fonctionne correctement.

L’un de nos anciens arbitres avait même éte jusqu’à acheter un nouveau PC pour espérer le faire tourner.

Antworten
Jorian Burssens
14.09.2026 - 19:26
C’est pourquoi j’ai évoqué le passage d’un système Elo double à un système Elo de la FIDE uniquement. Swar était un bon outil car il permettait de calculer l’Elo national, mais n’importe quel système international fonctionne très bien avec l’Elo de la FIDE, comme Swiss-Manager et d’autres. Swiss-Manager (et OpenPairings) prennent parfaitement en charge les catégories, le système 3-2-1 et même les appariements par équipes, ce que Swar ne prend pas en charge actuellement. Le principal atout de Swar réside dans sa facilité d’utilisation : non seulement tout le monde y est habitué, mais on y trouve facilement la plupart des informations. J’ai abandonné Swar car il était incroyablement peu fiable.
„Elles sont parfois aussi plus difficiles à utiliser.“
C’est malheureusement exactement le cas. J’espère pouvoir proposer une solution à la fois facile à utiliser, s’intégrant parfaitement à nos systèmes actuels, et qui offre tous les atouts de Swar (notamment sa facilité d’utilisation). Si vous suivez le blog, vous verrez prochainement un article à ce sujet. (Il s’agit d’un projet sur lequel je travaille actuellement avec deux autres personnes: Openpairings.)
Antworten
Marchal Georges
14.09.2026 - 22:52
Juste sur les n° de matricule Belges : en 1972 (lorsque j’ai commencé à jouer aux échecs puis à m’occuper du calcul ELO belge avec Daniel Halleux) les numéros de matricule Belges ne comportaient que 4 chiffres significatifs et un chiffre de contrôle. J’ai donc enlevé ce chiffre de contrôle pour faire passer le matricule Belge à 5 chiffres. Ce qui est toujours le cas actuellement.
Antworten
Roman Del Favero
14.09.2026 - 00:02
Merci Jorian pour cette présentation et enchanté.
Antworten
Dennis
13.09.2026 - 13:05
Adans-Dester Alexandre-Nicolas
13.09.2026 - 11:30
Félicitations et belle mise en avant de votre travail. Je tiens aussi à vous remercier pour votre disponibilité dans le cas de mon jouer revenant après 25 ans d’absence et n’ayant qu’une Elo nationale et pas de possible conversion en FIDE. Vous m’avez été d’une grande aide en créant un profil et d’une rapidité exemplaire en sachant votre charge de travail. Bravo et bon courage pour la suite.
Antworten
Philip Verhaeghe
11.09.2026 - 16:14
proficiat voor de inspanningen! Dat belooft voor de toekomst. (en leve de IT technologie)
Antworten
Luc Oosterlinck
11.09.2026 - 15:11
dit is vernieuwend, doe zo verder, kosten besparend werk, ben blij voor de schaak gemeenschap, doe zo verder.
Antworten
Pascal De Kaey
11.09.2026 - 14:24
Damien Andre
08.09.2026 - 21:58
Great work up-to-now, Jorian. I’m looking forward to the future developments.
Of course, as Chesstide developer, the open tournament & results ecosystem looks promising to me.
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