Helmut Froeyman 23.02.2026 1

Marienbad oder Mariánské Lázně auf Tschechisch ist der kleine Bruder des viel bekannteren Karlsbad (Karlovy Vary), das 40 km entfernt liegt. Beide sind sehr beliebte Kurorte. Es ist daher ideal, dort gemeinsam mit der nicht schachspielenden Ehegattin einen Urlaub zu planen. Die Frau kann jeden Tag ein breites Spektrum an Wellnessbehandlungen genießen.

Es war bereits meine 4. Teilnahme an diesem Turnier. Letztes Jahr hatte ich mich für Cappelle-la-Grande entschieden. Dieses Jahr kehrte ich nach Marienbad zurück, da ich zum ersten Mal bei den Senioren (+50 Jahre) spielen durfte. Ich werde dieses Jahr 50 Jahre alt, und man darf sogar schon als 49-Jähriger mitspielen. Das +50-Turnier wird zudem immer beliebter. In diesem Jahr nahm erneut der britische Großmeister Keith Arkell teil, und mit 91 Spielern wurde der Teilnehmerrekord deutlich gebrochen. Dies steht in krassem Gegensatz zum Open, an dem nur 58 Spieler teilnahmen, wobei der stärkste Spieler eine Elo-Zahl von 2182 aufwies.
Ich habe das Turnier während der Corona-Jahre entdeckt. Marienbad liegt etwa 800 Kilometer von Antwerpen und nur 30 km von der deutschen Grenze entfernt. Wenn Sie morgens mit dem Auto losfahren, kommen Sie normalerweise pünktlich gegen 17:00 Uhr an. Wenn Sie früh genug ein Zimmer buchen, können Sie im selben Hotel übernachten, in dem auch die Partien ausgetragen werden. Das ist bequem und angenehm. Man spielt in einem wunderschönen Saal, der unter anderem für Konferenzen und Hochzeiten genutzt wird.

Man kann dort ein ausgezeichnetes und reichhaltiges Frühstück zu einem sehr günstigen Preis bekommen. Meine Einkäufe erledigte ich im sehr preiswerten lokalen Lidl, der nur 1 km Fußweg entfernt ist. Für das Abendessen suchten mein Reisebegleiter Yves Surmont und ich etwas in der Nähe. Mir ist aufgefallen, dass die lokale Gastronomie es schwer hat, da in den letzten 4 Jahren mehrere Betriebe geschlossen wurden. Dennoch haben wir mehrmals sehr gut warm gegessen.
Das für mich Typischste und Faszinierendste an diesem Turnier ist jedoch der Schnee, den ich jedes Jahr in Marienbad erlebt habe. Ein Turnier inmitten von Schnee zu spielen, macht die gesamte Erfahrung mysteriös und intensiv erfüllend. Ich finde es einen idealen Start in das neue Jahr nach den oft anstrengenden Feiertagen zum Jahresende. Unten zeige ich einige atemberaubende Impressionen der Umgebung, die von Yves aufgenommen wurden.




Wenn dann auch noch das Ergebnis stimmt, kann man nur von einem sehr gelungenen Turnier sprechen. Ich wurde 2. direkt hinter dem britischen Großmeister und gewann einige Elo-Punkte. Eine schöne Partie war die aus der 7. Runde, als ich die berühmte Verlustpartie von Kasparow gegen Deep Blue nachempfinden konnte.
Ein zweiter und noch größerer belgischer Erfolg war im Open zu verzeichnen. Mark Ouaki spielte dort vielleicht das Turnier seines Lebens mit einer TPR von über 2300 und mehr als 40 Elo-Punkten Gewinn. In solchen Momenten ist es bedauerlich, dass keine einzige Partie vom Veranstalter aufgezeichnet wurde.
Schließlich möchte ich noch erwähnen, dass es neben dem Open und dem +55-Turnier auch Normenturniere gibt. Jährlich findet mindestens eine IM- und eine GM-Gruppe statt. In diesem Jahr nahm sogar der starke ukrainische Großmeister Anton Korobow teil, der die GM-Gruppe mit 2 Punkten Vorsprung gewann. Weitere Informationen zu diesem Schachturnier und dem tschechischen Schachcircuit, zu dem dieses Turnier gehört, finden Sie auf Czechtour.
Helmut Froeyman
Yves Surmont
24.02.2026 - 09:47Ik kan dit tornooi alleen maar aanraden. Voor mezelf was dit een eenmalige, unieke belevenis (waarbij ik nog het gemak had dat Helmut zich opofferde om de hele heen- en terugrit te rijden), voornamelijk omdat dit moeilijk te combineren is met het werk (iedereen start terug op na Nieuwjaar, en om dan er een week tussenuit te knijpen, ligt wat moeilijk). Ik kan het iedereen nochtans aanraden – wie sterke tegenstand wil, speelt de open, wie als oudje een leuk (en zeker niet zwak bezet) tornooi wil spelen, kiest voor de +50. Partijen beginnen in de namiddag, zodat je de hele ochtend hebt voor sightseeing of voorbereiding, afhankelijk van je ambitie.
Een aanrader is inderdaad om te boeken in het hotel zelf, wat een luxe is die ik ook in Böblingen mocht ervaren. Het ontbijt is uitgebreid en gevarieerd (alleen de koffie viel een beetje tegen).
En als echte toerist keer ik deze zomer terug met mijn echtgenote om in warmere omstandigheden nog eens te genieten van Noord-Tsjechië.